Musikalischer Jahresauftakt auf höchstem Niveau

Veröffentlichungsdatum26.01.2026Lesedauer3 Minuten
Ballett

Das diesjährige Neujahrskonzert in Maissau wurde von Vizebürgermeisterin Michaela Gilli-Brickl organisiert, die den Abend auch mit der offiziellen Begrüßung sowie den Dankesworten eröffnete. In ihrer Ansprache hieß sie die zahlreichen Besucherinnen und Besucher willkommen, begrüßte die Ehrengäste und überbrachte die Grüße von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die dem Konzertabend ihre besten Wünsche übermitteln ließ.

Musikalisch bot das Neujahrskonzert ein ebenso abwechslungsreiches wie hochkarätiges Programm. Das Donau Salon Orchester unter der Leitung von Maestro Svatomir J. Vodak spannte einen weiten Bogen von der großen Oper über klassische Wiener Tanzmusik bis hin zu modernen, humorvollen Eigenkompositionen. Bereits die Ouvertüre aus Mozarts „Zauberflöte“ sorgte für einen festlichen Auftakt, gefolgt von bekannten Arien wie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ (Tamino) und „Ach, ich liebte“ aus der „Entführung aus dem Serail“, die vom Publikum mit großem Applaus aufgenommen wurden.

Mit dem schwungvollen „Kaiserwalzer“ sowie beliebten Polkas wie „Im Krapfenwaldl“ und der „Champagner-Polka“ von Johann Strauß wurde die typische Neujahrskonzert-Atmosphäre in die Kirche getragen, während das charmante Wienerlied „In einem kleinen Café in Hernals“ von Hermann Leopoldi für nostalgische Zwischentöne sorgte. Nach der Pause setzte das Orchester mit rasanten Stücken wie der „Vergnügungszug-Polka“ und der „Tritsch-Tratsch-Polka“ weitere temperamentvolle Akzente.

Auch das vokale Programm blieb vielfältig: Der Walzer der Juliette „Je veux vivre“ aus Gounods „Romeo et Juliette“, das humorvolle „Wie mein Ahnl 20 Jahr“ aus dem „Vogelhändler“ sowie „Ein Gruß, ein Kuss, ein Blumenstrauß“ sorgten für große Begeisterung im Publikum. Besonders viel Charme und Aktualitätsbezug bewiesen die beiden Eigenkompositionen von Maestro Vodak, die „Litschauer Perspektiven“ und der augenzwinkernde „Homeoffice-Walzer“, die moderne Themen mit klassischer Wiener Klangsprache verbanden. Mit dem traditionsreichen „Wien, du Stadt meiner Träume“ fand das offizielle Programm einen stimmungsvollen Ausklang.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war zudem der Auftritt von zwei Tänzern des Wiener Staatsopernballetts: Federico Berardi und Carolina Pitta verliehen mehreren Musikstücken mit eleganten Choreografien zusätzliche visuelle Strahlkraft und wurden vom Publikum mit großem Applaus gefeiert. Beide Künstler waren erst wenige Tage zuvor von einer China-Tournee mit der Strauß-Kapelle Wien nach Österreich zurückgekehrt.

Am Dirigentenpult stand mit Svatomir J. Vodak ein außergewöhnlich vielseitiger Musiker, der nicht nur als Dirigent, sondern auch als Stehgeiger durch das Programm führte und die Tradition der Johann-Strauß-Dynastie lebendig hielt. Vodak, der auf eine beeindruckende internationale Karriere als Dirigent, Solist, Komponist und Pädagoge zurückblicken kann, gründete 2020 das Donau Salon Orchester und arbeitet regelmäßig mit renommierten Orchestern im In- und Ausland zusammen. Auch die Solistinnen und Solisten des Abends überzeugten durch höchste musikalische Qualität: die Oboistin Elena Liakhovich, der Tenor Matúš Šimko sowie die Sopranistin und Komponistin Zoe Hippius, die allesamt internationale Ausbildung und Bühnenerfahrung mitbrachten.

Der begeisterte Applaus des Publikums mündete schließlich in Standing Ovations, woraufhin das Orchester mit den traditionellen Zugaben „An der schönen blauen Donau“ und dem „Radetzky-Marsch“ für einen glanzvollen und schwungvollen Abschluss des Neujahrskonzerts sorgte.


Maesto Svato Vodak mit den Künstlerinnen und Künstlern sowie Bürgermeister Franz Kloiber und Vizebürgermeisterin Michaela Gilli-BricklTänzer des Wiener StaatsopernballetsMatúš Šimko, (Tenor) und Zoe Hippius (Sopran)Die Oboistin Elena LiakhovichCarolina Pitta und Federico Berardi